Bundeswehr Benifiz-Konzert auf dem Oldenburger Rathausmarkt

Am 20. Juli 2011 spielt die Big Band der Bundeswehr im Rahmen des Kultursommers auf dem Rathausmarkt ein Benifizkonzert. Die Spenden gehen zugunsten von „Trauerland“ und der bundeswehreigenen Hilfsorganisation „Bundeswehr hilft Kindern in der dritten Welt“. Diese anscheinend karitative Veranstaltung dient vor allem dazu das Bild der Bundeswehr in der Öffentlichkeit zu verbessern und frisches Blut für kommende Kriege zu gewinnen. Nicht Umsonst sagt der ehemalige Verteidigungsminister Jung über die Big Band, dass sie „(…) zur Nachwuchsgewinnung und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr (…)“ beiträgt. Die Bundeswehr benötigt immer mehr qualifizierte Freiwillige und Berufssoldaten um die steigenden Anforderungen, also kriegerischen Aktivitäten, zu erfüllen. Ziel dieser Kriege ist es die wirtschaftlichen und territorialen Interessen Deutschlands durchzusetzen. Dabei geht es weder um die Bedürfnisse noch die Menschenrechte der örtlichen Bevölkerung. Vielmehr leidet diese am meisten unter den militärischen Interventionen. So werden in Afghanistan unzählige Zivilisten ermordet. Ein Benefizkonzert für trauernde Kinder ist eine zynische Provokation und im Angesicht der vielen Opfer, die die deutsche Bundeswehr zu verantworten hat, sehen wir es nicht ein, dass das Konzert hier in Oldenburg stattfindet.
Das Konzert der BW- Big Band ist kein normales Konzert im Rahmen des Kultursommers, sondern gehört als Militärpropaganda entarnt und kritisiert.